Intersangha Sesshin Frandeux 2012

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5.
In Belgien hat mir das ganze Paket sehr gut gefallen. Ich war am meisten von Euch Lehrern beeindruckt. Jeden Tag aufs Neue von einem anderen Lehrer in seinen Bann gezogen zu werden. Voll Verwunderung. Und Rührung.
Ganz lieben Gruß, Jagoda

6.
Frandeux als Ort der Begegnung in Vielfalt
Bevor ich nach Frandeux reiste, wurde mir bereits gesagt, daß ich die Position des Samu-Leaders zugeteilt bekommen würde. Diese Aufgabe besteht darin, alle anwesenden Mitwirkenden der Meditationswoche zu der Arbeitsmeditation, dem „Zazen in Bewegung“, einzuteilen. Da wir uns im Schweigen befanden, fungierte ich gleichzeitig als kommunikativer Mittelsmann zwischen der Sangha und den Lehrern und Organisatoren – ich war also jeden Tag unzähligen Fragen, Anregungen und Bitten seitens der Teilnehmer ausgesetzt, was mich anfangs enorm irritierte und – wie ich meinte – von meinem eigentlichen Zweck des „Hier Seins“, der Meditation, abhielt.  Am dritten Tag des Sesshins wachte ich auf und war auf unerklärliche Weise tief berührt. Mir war bewußt geworden, daß diese Irritationen ihren Ursprung nicht in den Anliegen der Teilnehmer hatten, sondern durch die in meinem Gedanken stattfindenden Kommentierungen hervorgerufen wurden. Und das Wichtigste: Ich erkannte diese Kommentierungen als Angewohnheit, die man durchaus vermeiden kann. Dies zu erkennen ermöglichte mir eine sehr freudvolle und meditative Zeit in Frandeux. Gerade meine anfänglich als Belastung empfundene Aufgabe war es, die mir aufzeigte, daß das Herz und die spirituelle Stärke der Sangha sich aus der unglaublichen Vielfalt der Teilnehmer nährt. Dafür bin ich sehr dankbar – ich freue mich schon auf meine nächste Zeit als Samu Leader :-).
Oliver MacConnell/ Donin

7.
“Das Zeichen.
Einst gab der Baalschem beim Abschied seinem Schüler den Segen. Dann beugte er das eigene Haupt, von ihm den Segen zu empfangen. Rabbi Bär weigerte sich. Aber der Baalschem ergriff seine Hand und legte sie sich aufs Haupt.“

Vor bald drei Jahren erhielt ich von Genno Roshi die Übertragung. Etwa hundert Teilnehmer waren zu diesem Ereignis gekommen, darunter meine Dharma-Geschwister Amy und Frank Sensei und einige ihrer Schüler. Damals entstand die Idee zu einem regelmäßigen „Großfamilientreffen“ unabhängig von einem besonderen Anlaß. So kam es zu dem „Maha-Sangha-Sesshin“ (Großes-Sangha-Retreat) in Frandeux/ Belgien. Insgesamt waren sieben Sanghas zu dem Treffen gekommen: „Dana Sangha“ (Genno Roshi), „Wild Flower Sangha“ (Amy Sensei), „Zen-Sangha België“ (Frank Sensei), „Zen-Sangha GenjoAn“ (Corinne Sensei), „Dana Zen Center Den Haag“ (Michel Oltheten), „Zen Gruppe Mainz“ (Marzena Rey) und als Gast „Zen Voie du Coeur“ (Michel Dubois Sensei). Insgesamt waren wir 108 Teilnehmer, so viele wie eine Mala Perlen hat. Am zweiten Tag habe ich zu der oben zitierten chassidischen Geschichte ein Teisho gehalten. Sie drückt für mich am besten aus, wie ich diese Woche erlebt habe: als eine Segnung. Ein (Lebens-)Kreis wurde vollendet, ein neuer begonnen. Gleich am ersten Abend, als Roshi die Zendo (der ehemalige riesige Heuboden über den umgebauten Pferdeställen) betrat und ich den Blick über die vielen Reihen der Teilnehmer schweifen ließ, war ich tief berührt von Roshis Wirken im Dharma. Ohne sie wären wir nicht zu diesem Treffen zusammengekommen, gäbe es nicht die wachsenden kleinen Sanghas in Frankreich, Portugal, Belgien und Deutschland. Ohne sie, ohne all diejenigen, die seit Shakyamuni Buddha ihr Leben dem Dharma gewidmet haben, wäre das Licht der Lehre längst erloschen. Die ganze Woche hindurch hat mich das sehr inspiriert, ermutigt und gefreut. Und natürlich habe ich die Zeit, die wir miteinander verbracht haben überaus genossen. Dafür bin ich sehr dankbar.
Sensei

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